GiG - Keine Zeit zum Verschieben

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00:00:00: Hallo und guten Morgen am Sonntag!

00:00:03: Zeit, dass sich was dreht.

00:00:05: Also Sie dürfen sich gerne noch mal im Bett umdrehen oder die Kaffeetasse in der Hand drehen oder eben heute Abend auf den ersten sich drehenden Fußball der deutschen Nationalmannschaft freuen.

00:00:16: aber wenn ich hier jetzt noch viel weitererzähle dann dreht er vermutlich noch durch und frei.

00:00:22: Bischof Christian Stebland ist bei mir.

00:00:24: Guten Morgen.

00:00:25: Guten

00:00:25: Morgen lieber Herr Wittgen.

00:00:27: Das Pink steht Ihnen gut.

00:00:28: Oh danke

00:00:29: Das ist der Trikot der letzten Europameisterschaft, oder?

00:00:32: Oh!

00:00:32: Sie kennen sich gut aus.

00:00:33: Ja das hat ihm damals schon gut gefahren aber jetzt gab es deutlich günstiger und da habe ich dann gleich zugegriffen.

00:00:38: Okay ja sieht wirklich super aus.

00:00:41: Schön.

00:00:42: Weil sie das jetzt angezogen haben bin ich gespannt ob sie sich noch genug auf das konzentrieren können was wir jetzt machen auf unseren Gottesdienst im Gespräch.

00:00:52: Wir feiern Gottesdienste dem Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

00:00:58: unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

00:01:02: Der Bund und Treue hält ewig!

00:01:04: und der nicht aufgibt die Werke seiner Hände.

00:01:07: Sie haben mich jetzt gerade auf eine Nachfrage gebracht, Herr Bischoff, weil es stimmt schon Kleiderordnung in der Kirche.

00:01:14: also wir sind ja jetzt hier im Radiostudio aber so in einer normale Kirche hätte ich vermutlich nicht mein Deutschland-Sportriku angezogen.

00:01:21: Also seitens ist wie rein ausgesprochener expliziter Fußball Gottesdienst.

00:01:26: das gibt's ja auch manchmal schon.

00:01:27: Wie ist das heutzutage?

00:01:29: So wie erleben sie das?

00:01:30: machen sich die Leute noch schick für die Kirche so wie es früher mal war?

00:01:33: früher mal war, weiß ich natürlich nicht so genau.

00:01:35: Aber ich würde sagen die Menschen kommen in der Regel für sich oder wie die meisten sagen würden ordentlich aber nicht unbequem.

00:01:45: Wenige, die im wie wir früher gesagt haben Sonntagstart kommen eher schon ist es so für die dem Arbeitsleben formal oder formell aussehen müssen glaube ich ist dann der Gottesdienst auch einmal eine Abwechslung.

00:01:59: Aber das ist interessant dass sie das fragen.

00:02:01: Ich finde tatsächlich nicht furchtbar.

00:02:04: Wichtig wichtiger wäre mir, dass es auch in der Hinsicht vielfältig ist.

00:02:08: also gibt keine Uniformen und die Menschen sind nicht alle aus einer Schicht oder Tradition oder Richtung da.

00:02:16: das mag sich dann auch in den Kleidern ausdrücken Gotteslob schalten von überall und umgekehrt.

00:02:21: für das Gottesloben und das was da ausgeteilt wird ist auch gar nicht wichtig, wie ein Mensch aussieht.

00:02:27: Da mag ich noch so eine Urlaubsfrage anschließen.

00:02:30: Wieso ist es eigentlich in Kirchen verboten wenn Frauen da mit nackten Schultern also mit Spaghetti-Triggern reingehen oder Männer kurze Hosen tragen?

00:02:38: Also ich finde meine Knie nicht besonders aufreizend und das ist auch nur im katholischen Kirchen so.

00:02:44: Das ist noch so aninteressante Frage über die ich mir wenig bis gar keine Gedanken mache.

00:02:49: sonst Ich würde sagen die Kirche ist generell ein Ort, an dem man nicht anzieht was andere Menschen stören könnte.

00:02:56: Und da sind die Traditionen ja schon sehr verschieden, das ist klar.

00:02:59: Solche Maßstäbe sind auch nie absolut.

00:03:01: aber es gibt glaube ich so etwas wie Achtsamkeit und Rücksicht an diesem Punkt was den anderen nicht bei der Andacht stören soll und für mich aber auch nicht unangenehm oder unbequem ist.

00:03:13: Generell gilt ja man tritt vor Gott wie man isst aber man tritte nicht vor Gott um irgendwie eine Geschichte um sich zu machen.

00:03:21: Es ist ja das Geschenk finde ich des Kirchenraumes dass mein ich zurücknehmen kann, dass die Menschen nicht zu mir gucken sollen sondern ihren Blick aus dieser Welt und über diese Welt herausrichten.

00:03:35: Nicht so ablenken irgendwie so vielleicht.

00:03:39: Aber

00:03:39: die Maßstäbe dafür sind nie absolut und ändern sich im Grunde auch von jeder Generation zur Generation und man muss das miteinander aushandeln.

00:03:48: Ich würde das nicht so sehr in irgendwelche mitten des Evangeliums rücken.

00:03:55: Wenn wir gerade von Kleidung gesprochen haben, das worauf ich jetzt ansprechen möchte.

00:03:59: Das trägt man zwar auch am Körper und zieht es sich an.

00:04:02: Es ist aber alles andere als ein herkömmliches Kleidungsstück eine Rettungsweste Ein Kreuz aus dreißig Rettungswesten hängt zurzeit draußen vorne am Berliner Dom.

00:04:14: Das sind ausgemusterte Rettungweste von der Seenot-Rettungsorganisation SeaWatch, welche Bedeutung soll dieses Kreuz und diese Aktion insgesamt haben?

00:04:23: Ja ich finde es eine ganz tolle Aktion oder Installation könnte man ja auch sagen.

00:04:28: Es geht um den zwanzigsten Juni – Den Weltflüchtlingstag also der Tag an dem wir alle daran erinnern dass so viele Menschen auf dieser der Flucht sein müssen.

00:04:38: Leider schrecklich.

00:04:40: da, wo sie geboren wurden, Turbtkrieg oder Armut herrscht oder der Klimawandel hat seine Spuren hinterlassen und deswegen sind sie auf der Fluchte.

00:04:49: über hundert Millionen Menschen so sagt die Flüchtlingsorganisation Die Weltflüchtlings Organisation sind rund um den Globus auf der flucht die meisten menschen übrigens davon innerhalb eines landes.

00:05:01: das ist die wahrheit und zu dieser Wahrheit gehört auch dass immer noch Flüchtende bei ihrer Flucht auf dem Mittelmeer trinken.

00:05:08: Siebzig tausend Menschen wohl in den letzten dreißig Jahren, so heißt es und womöglich ist die Dunkelziffer noch viel, viel höher.

00:05:20: Sie haben das jetzt angesprochen, ist eine der Rettungsorganisationen die dafür sorgt dass die Menschen die da am ertrinken sind gerettet werden.

00:05:29: Es gibt nur ganz wenige von diesen Schiffen die nach einem Satz Vorgehen, den wir mal auf einem Kirchentag im Jahr zwei Tausend Neunzehn gehört haben.

00:05:41: Man lässt keinen Menschen ertrinken Punkt!

00:05:44: Ich glaube so klar kann man die christliche Botschaft und den christlichen Wert zusammenfassen.

00:05:50: Man lasst keinen Menschen erdrinken und deshalb dieses Kreuz aus Rettungswesten als Zeichen, als Mahnung auch als das Aufnehmen was in jedem Kreuz drinsteckt dass es ein Zeichen ist für jemanden der gestorben ist.

00:06:05: Eine Erinnerungsmal, eine Erinnerungsmahnung und dann natürlich in all dem auch die Hoffnung dass Christus der am Kreuzgestorben isst auch da ist und da war und da bleibt wo Menschen um ihr Leben fürchten und auf der Flucht sind das Gott bei

00:06:21: ihnen

00:06:22: ist.".

00:06:23: Ich finde auch ein ganz wichtiges Zeichen einer wichtiger Mahnung aus so eine Zahl wie siebzig tausend in den letzten dreißig Jahren.

00:06:30: wie Sie sagten brechen wir jetzt hier einem fach so aus, aber das sind eben siebzig tausend Menschen.

00:06:38: Siebzigtausend Schicksale mit Familien und daran zu erinnern denen auch zu gedenken diese diese Installation von dreißig Errettungswesten die als Kreuz installiert von dem berliner Dom hängen ja erinnern an den zwanzigsten Juni in den weltflüchtlingstag.

00:06:57: Ich bin schon ein bisschen enttäuscht von mir.

00:07:01: Ich habe eigentlich immer gedacht, ich könnte mindestens bis drei zählen aber so mit einer Woche dazwischen.

00:07:07: Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern.

00:07:08: haben wir heute schon den dritten Sonntag nach Trinitatis?

00:07:11: ist der zweite danach.

00:07:12: Ich weiß es wirklich nie mehr.

00:07:13: irgendwas nach hatten wir beim letzten Mal schon gesagt Aber ich weiß nicht mehr wie viel und vielleicht könnten sie auch noch mal sagen für die die nicht regelmäßig zu hören was Trinitates eigentlich bedeutet und dass das nicht der Name ihres griechischen Nachbarn ist

00:07:27: Ist ja Latein, Trinität heißt drei Einigkeit.

00:07:31: Gottvatersohn und Heiliger Geist die heilige Drei-Einigkeit oder Dreifaltigkeit Gotteswesen.

00:07:37: wir uns erscheint oder gegenübertritt als Schöpfer der Löse und Geist der Hoffnung und der Gemeinschaft aber ein Gott Ein einziger.

00:07:45: Und weil uns das so wichtig ist, gibt es einen Sonntag der heißt Trinitatis-Sontag.

00:07:51: Also Sonntags der Trinität, also Sonntage der Dreieinigkeit und Trinitatis ist Latein und dann auch noch eine Genitivform, also der Wessenfall.

00:08:01: Was zu wem gehört?

00:08:03: Die Trinitet zu Gott!

00:08:05: Also die Dreieinnigkeit zu Gott okay.

00:08:07: Und wir zählen alle Sonntagen danach.

00:08:11: Heute ist der zweite Sonntagnach... Der zweite, genau der zweite nach diesem Sonntag der Heiligen Dreieinigkeit und der ist immer ein Sonntagnach-Fingsten.

00:08:22: Der erste Sonntang nach Fingsten.

00:08:23: und nun es auch gut!

00:08:25: Es hilft zu strukturieren für das Jahr geistlich da durchzugehen und das zu erspüren.

00:08:31: aber es ist nicht alles.

00:08:32: heute steht im Mittelpunkt die Einladung Gottes, also das Gott zu diesem Glauben einlädt.

00:08:38: Zu sich einläht und dazu einläht an die Quelle des Lebens zu kommen da wo er ist.

00:08:44: ja das Wasser ist Das lebendige Leben da zu sein an dieser Quelle Wo eben das Leben sprudelt und seine Liebe verströmt wird Und was damit passiert.

00:08:56: darum wie Menschen mit diese Einladungen umgehen.

00:08:59: Darum geht es heute.

00:09:01: Wir kommen zur Bibelstelle und ich könnte mir vorstellen, dass für viele auch so ein Gottesdienst und einen Bibeltext eine Willkommene Abwechslung zum Thema Fußball-WM oder Straße von Hormus ist.

00:09:12: Wobei ich persönlich ja gerne aktuelle Bezüge mag aber vielleicht muss es tatsächlich nicht ausgerechnet zu diesen Themen sein.

00:09:19: Worum geht es denn heute in der heutigen Bibel Stelle?

00:09:23: Und wo steht sie?

00:09:24: Es ist eine Geschichte!

00:09:25: Jesus erzählt sie.

00:09:27: Und das ist eine der berühmten Geschichten von Jesus, also man nennt die ja auch Gleichnisse, also Geschichten, die etwas über Gott und Gottes Reich erzählen wollen und sollen.

00:09:36: Der barmherzige Samariter ist so eine Geschichte, die viele kennen.

00:09:40: Der verlorene Sohn, also ist sie überschrieben, es auch eine Geschichte wie viele kennen.

00:09:45: und heute heißt die Geschichte, ich lese die Geschichte vom großen Gastmal oder auch die Geschichte von großem Abendmahl.

00:09:53: Sie steht bei Lukas im Evangelium.

00:09:56: Also, da stehen ganz viele solcher Geschichten.

00:09:58: Da stehen zum Beispiel auch die vom verlorenen Sohn und von beim herzigen Samariter und heute eben die über das Einladen Gottes und wie sich das so verhält auf der Welt.

00:10:08: Lukas Evangelium vierzehntes Kapitel.

00:10:13: Da aber einer das hörte, der mit zur Tisch saß Spracher zu Jesus seelig ist, der das Brot isst im Reich Gottes.

00:10:21: Jesus aber sprach zu ihm.

00:10:23: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmall und lud viele dazu ein.

00:10:28: und der Sande seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmals den Geladenen zu sagen, kommt denn es ist schon bereit.

00:10:36: Da fing sie alle an sich zu entschuldigen.

00:10:38: Der erste Sprach zu ihm – Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen.

00:10:43: ich bitte dich – Entschuldige mich!

00:10:45: Und ein anderer sprach – Ich hab fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin Sie zu beseh'n.

00:10:50: ich bitte Dich – EntSchuldige Mich!

00:10:52: Wieder ein anderer Sprach – ich habe eine Frau geheiratet darum kann ich nicht kommen.

00:10:57: Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn.

00:11:00: Da wurde der Hausherzorn nicht, und sprach zu seinem Knecht «Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und vergrippelten und blinden und lahmen herein».

00:11:10: Der Knecht sprach her – es ist geschehen was du befohlen hast!

00:11:14: Es isst aber noch Raum da!

00:11:16: Und der Herr sprach zu dem Knecht, geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune.

00:11:21: Und nötige sich hereinzukommen, dass mein Haus voll werde!

00:11:25: Denn ich sage euch keiner der Männer, die eingeladen waren wird mein Abendmal

00:11:29: schmecken.".

00:11:30: Das ist eine tolle Geschichte wie ich finde und sie gefällt mir auch deswegen weil ich glaube ich habe sie gleich verstanden.

00:11:36: Ich hab gleich den Klu verstanden worum es geht nämlich die nicht kommen und die die Einladung abgelehnt haben zu Gott.

00:11:44: Nämlich letztendlich Die können ihn gar nicht richtig wertschätzen.

00:11:49: und die, die da dann eben mit Sorge- und Leid beladen sind.

00:11:55: Die werden jetzt eingeladen und die können das bestimmt spüren.

00:12:00: Erst mal so ganz kurz liege ich damit ungefähr richtig?

00:12:02: Ja

00:12:03: absolut!

00:12:05: Ich finde dass ist übrigens auch das Tolle an diesen Geschichten von Jesus.

00:12:08: Sie sind jetzt erstmal nicht so schwer zu verstehen.

00:12:11: wenn wir hineingehen Dann entfaltet sich nochmal ganz viel dazu Das glaube ich schon.

00:12:16: Aber die Botschaft ist auch nicht so, dass sie jetzt sozusagen drei Tage suchen müssen danach.

00:12:23: Wenn man darf mal einmal das unterstreichen mit den Dreien, die da ablehnen... Die haben ja alle ziemlich gute Gründe, würde ich sagen.

00:12:30: Also fünf Ochsen heißt... Ich habe gerade meinen Betrieb erweitert.

00:12:33: Ich hab echt zu

00:12:34: tun!

00:12:34: Naja und ich habe jetzt also... Sagen wir mal heute würde man sagen, ich habe gerade eine neue Sparte eröffnet in meinem Betrieb.

00:12:40: Ich habe jetzt gerade hundert Neue Leute eingestellt

00:12:42: und festpasst

00:12:43: jetzt gerade nicht an dieser Stelle.

00:12:45: Muss was tun?

00:12:46: Ja heißt ja einmal, wir sollen ein bisschen mehr tun.

00:12:49: Insofern das der erst mal einen super Grund hat dass die alle drei Wir brauchen jetzt gar nicht lange darüber zu diskutieren, einen super Grund haben.

00:12:57: Dass das mitten aus unserem Leben ist und dass es trotzdem etwas gibt, dass du den... ... richten Augenblick verpassen kannst, wenn es um diese Einladung Gottes geht.

00:13:07: Und dass du natürlich in der Gefahr in diesem Leben bist,... ...dass du immer alles aufschiebst und sagst... ..."also das will ich noch schaffen".

00:13:13: Und dann fang die an zu leben!

00:13:15: Also dann und im Urlaub fange ich anzuleben.

00:13:17: Aber zwischendurch da geht's eben noch nicht.

00:13:20: Und dieses Aufschieben, ja?

00:13:22: Dieses... Ich glaube dafür gibt´s so ein tolles Wort heute mit... Aufschieberitis

00:13:24: gibt´ts aber auch wegen... ...Krastinieren

00:13:26: oder... Oh, ganz beliebtes Wort jetzt.

00:13:30: Und das Aufschieben, was das Leben angeht und das Auf schieben, dass Gottes Ruf angeht.

00:13:36: Das ist glaube ich alles geht ja gar nicht darum, dass man nicht seinen Betrieb erweitern soll oder so.

00:13:40: Es geht nur darum, daß man den rechten Augenblick verpassen kann.

00:13:44: Und dann ist es schon in der zweiten Hälfte der Geschichte würde ich sagen also das sind die auf jeden Fall zu Gott gehören, die bitter dran sind in diesem Leben und sie sitzen auch am Tisch.

00:13:56: Da sind wir, glaube ich sofort dabei.

00:13:58: Dass wir sagen die gehören an diesen Tisch und die gehörten überhaupt an den Tisch des Lebens.

00:14:03: aber das spannende Moment kommt natürlich aus dem was die drei da erzählen und dem was Gott dann am Ende auch sagt.

00:14:12: niemand von denen wird an diesem Tisch sitzen.

00:14:16: sehr hartes Urteil sehr harte Satz der glaube ich aber auch vor allem eine wenn man jetzt an die Zuhörenden denkt und uns denkt wie wir heute zuhören ist es eine Mahnung und Warnung.

00:14:26: Es ist nicht sozusagen das endgültige Urteil, sondern es ist das Warnen wenn du dich so verhältst, wenn du dein ganzes Leben immer aufschiebst, dann kann ich mich noch um die Religion kümmern.

00:14:38: Erst mal das was sein muss und hinterher denke ich vielleicht noch an oder an das worauf es im Leben ankommt.

00:14:44: Ich glaube, ist relativ deutlich.

00:14:45: Ja,

00:14:45: das soll aufrütteln, ne?

00:14:47: Das kann ich auch nachvollziehen.

00:14:48: Das Einzige was mich hier so ein bisschen stört und irritiert ist vielleicht zu viel gesagt aber ist dieses dass der Hausherr, der Gast in dem Fall dann eben Gott, dass er zornig isst.

00:15:01: Dass er sagt, ich bin zornisch ärgert sich, dass die abgelehnt haben.

00:15:06: Ich hätte mir da von Gott mehr Gelassenheit gewünscht.

00:15:10: Auch vom Hausherrer.

00:15:12: Ja ja, war schon klar.

00:15:14: Ist schon so und dann auch nicht sozusagen als Ersatz die anderen einlädt sondern die sind sowieso eingeladen.

00:15:22: aber vielleicht ist das jetzt auch überinterpretiert weil es jetzt in so eine Geschichtenform irgendwie gepackt ist.

00:15:27: Aber so diese genau mehr Gelassenheit von Gott hätte ich mir erwartet

00:15:31: Verstehe also.

00:15:32: erst mal möchte ich auch sagen haben Sie recht man muss bei diesen Gleichnissen immer aufpassen dass man nicht anfängt sozusagen an irgendeiner Ecke dann auszulegen wo es wahrscheinlich auch interessant sein könnte, aber irgendwie läuft man dann am Ende an der Geschichte vorbei oder interpretiert was über.

00:15:48: Das kann ja passieren.

00:15:49: trotzdem finde ich die Frage warum ist Gottzorn nicht eine total spannende Frage an dieser Stelle?

00:15:55: Weil's in der Tat um die Leidenschaft dessen geht, der diese Welt geschaffen hat und die Menschen liebt dieses Leben gerne mit den Menschen verbringen möchte.

00:16:07: Und jetzt sagen die alle zu ihm, bisher habe ich das ja ganz so aus der Geschichte heraus, kann man verstehen aber ist trotzdem schlecht.

00:16:13: Jetzt würde ich noch eine Stufe weitergehen und sagen also Gott hat diese Welt geschaffen und uns das Leben geschenkt und wir drehen uns um und sagen oh ne geht auch ohne dich.

00:16:23: Dass da ein gewisser Zorn entsteht erstens weil es nicht stimmt was eben nicht ohne ihn geht und zweitens weil dass auf dieser Ebene der Beziehung von der da ja auch erzählt wird schon sehr sehr problematisch ist.

00:16:35: und dann würde ich mal sagen, wir sind noch in der Situation.

00:16:38: sie sagen jetzt soll er doch gelassen sein hätte auch den Termin verschieben können oder irgendwie sowas.

00:16:43: Und jetzt würde ich umgekehrt sagen das tut Gott ständig dass er den termin nochmal verschiebt und sagt ja jetzt könnt ihr aber kommen jetzt könnte aber und immer ist sozusagen so diese naja diese verschränkten arme ja trotzdem keine.

00:16:55: sorry nee aber du passt mir echt nicht also passen gar nicht.

00:16:58: und jetzt habe ich es ja einmal aus der goddessperspektive gesagt, ich glaube entscheidend ist für uns ja das wir unsere eigene menschenperspektive da einnehmen und uns immer klar machen.

00:17:09: Da ruft das lebendige Leben selbst dass wo die Quelle des Lebens die Liebe ist.

00:17:14: und wir sagen eigentlich jetzt noch wieder nicht und wieder nicht.

00:17:17: Und ja schön, dass du den Termin nochmal verschoben hast aber kann ich auch nicht.

00:17:20: Ja habe ich schon einen Kalender geguckt geht er geht geht nicht und dann wenn es vorbei ist wäre es aber doch irgendwie gegangen.

00:17:30: Und das ist ja, was da drinsteckt.

00:17:32: Gott will uns davor bewahren den bitteren Moment zu erleben an dem wir womöglich zurückgucken und sagen hätte ich mal gelebt

00:17:42: jetzt es ist so spät auch jetzt auf die Gefahr hin dass sich jetzt den Fußball freien safe space kaputt mache und doch über Fußball Sprecher habe.

00:17:52: ich denke Da kann jetzt jeder und jede irgendwie auch mitgehen.

00:17:56: Ich wünsche nämlich in der Für bitte zu David, jetzt komm ich bete in der für bitte dafür dass alles friedlich bleibt bei der WM, das da alles friedliche Ablaufen möge.

00:18:06: Und klar, ich meine jetzt nicht irgendwelche sportlichen Falsse oder so sondern darum herum und politisch und überhaupt, dass da nichts passiert oder zumindest nichts noch schlimmeres als das bisherige diplomatische Hickhack schon und was vor Stadien in Mexiko eh schon passiert ist also eine friedliche WM.

00:18:28: Das wäre mein Wunsch!

00:18:30: Da schließt sich mich an.

00:18:31: Gott, wir bitten Dich, dass wir Menschen friedlich miteinander feiern und durch den Sommer gehen.

00:18:37: Durch die Wochen mit dem Fußball das Ausgrenzung und Feinschaft ein Ende haben, das Menschen-Menschen sehen und wir füreinander da sind.

00:18:45: Darum, Gott, bitten wir Dich!

00:18:47: Und bitten dich für alle, die auf der Flucht sind.

00:18:50: Die nicht wissen wo sie morgen sein werden und ob Sie einen Dach haben, die in Todesangst sind und aus Todes angst fliehen – die vielen Kinder, die Familien.

00:19:00: Wir bitten dich für sie, dass keiner ertrinke.

00:19:03: Dass du da bist sei auch bei den vielen

00:19:06: die

00:19:06: helfen.

00:19:08: Gott für alle die sich vom Leben ausgeschlossen fühlen, bieten wir das Du sie reinholst und für alle, die niemanden mir einladen mögen, dass Du zu Gast bist und dass Du das Leben öffnest.

00:19:20: Für uns.

00:19:20: darum bitten wir immer wieder!

00:19:22: Wir danken Dir für Dein großes Geschenk – das Leben selbst.

00:19:26: es tut gut Es möge sich für uns öffnen.

00:19:31: Danke.

00:19:33: Amen!

00:19:36: Ab heute werden auch wieder ganz viele kleine Segen verteilt, also wenn Sie die Fußballspieler bevor sie aus Feld laufen oder runtergehen kurz bekreuzigen... Oder ist das überhaupt ein Segen Herr Bischoff?

00:19:46: Kann man sich selbst segnen und wie würden Sie es einordnen?

00:19:49: Segen würde ich das glaube ich tatsächlich nicht nennen.

00:19:51: Das ist eher so ein Mini-Gebet vielleicht oder so eine Zeichenhafte Erinnerung.

00:19:57: Es gibt etwas, das höher ist als ich und das mag jetzt da sein.

00:20:03: Daran erinnere ich mich in dem Moment selber.

00:20:06: segnen.

00:20:07: Kurzes Gebet?

00:20:08: Ja, es ist

00:20:08: etwas was uns zugesprochen

00:20:10: wird.

00:20:10: Wir kommen jetzt zum klassischen Segen von Ihnen verteilt weitergegeben Herr Bischoff und nicht nur für Fußballspieler.

00:20:19: Gott segne dich und behüte Dich!

00:20:21: Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.

00:20:25: Gott erhebe sein Angesticht auf dich, und schenke dir Frieden.

00:20:30: Amen.".

00:20:33: Also dass ich hier jetzt den Ort und die Zeit geschaffen habe in der nicht über Fußball gesprochen wird – das hab' ich eh schon verbockt!

00:20:40: Deswegen wie ist es Herr Bischoff?

00:20:42: Heute Abend Deutschland gegen Kurasau oder... Ich werde da gerne mal korrigiert tatsächlich von Hörern und Höreren.

00:20:48: Nicht Deutschland gegen, sondern die deutsche Mannschaft gegen die Mannschaft von Kursau.

00:20:54: Was ist Ihr Tipp?

00:20:55: Wie geht es aus?

00:20:56: Vier Null.

00:20:57: Ah, dann

00:20:58: sind wir dicht beieinander.

00:20:59: Ja!

00:21:00: Vier Eins eigentlich.

00:21:02: Also ich denke schon in meins sind harte Bedingungen würde ich sagen also Justen um die Mittagszeit ist ja auch ein bisschen mehr so Richtung Süden im großen Schwül warm.

00:21:13: aber Na, ich würde schon sagen doch das sollte

00:21:16: schon klappen und auch so in einer gewissen Höhe.

00:21:19: Ich glaube am Ende lässt ein bisschen die Konzentration nach und dann

00:21:22: kommt noch das eine Tor oder kommt es gleich am Anfang?

00:21:26: Und dann müssen sie vier hinterher.

00:21:27: Wir sind sehr gespannt.

00:21:29: also

00:21:29: ich gebe

00:21:30: ja noch zu.

00:21:31: Ich liebe Fußball irgendwie auch und densofern lassen wir uns das mal nicht kaputt machen von all dem anderen drum um.

00:21:37: oder.

00:21:38: mich habe mir gemerkt dass Sie letzte Woche noch gesagt haben Die Seele des Spiels kann nicht kaput gemacht werden.

00:21:45: Das habe ich mir wirklich gemerkt, drücke ich mal auf ein T-Shirt.

00:21:48: So nee aber das bin gebehalte ich da lieber an!

00:21:52: Kommen Sie gut nicht nur durch den Sonntag und beim Public Viewing oder privaten Viewing und mit Feiern heute hoffentlich erst einmal müssen wir überhaupt gewinnen sondern kommen sie auch gut durch die nächsten Tage und Fußball Wochen und vielleicht auch Fußballfreien Wochen.

00:22:08: Ich wünsche Ihnen alles wirklich Gute für die Seele, natürlich kann eine Seele immer Schaden nehmen.

00:22:13: ich wünsche ihnen dass ihre Seele aufjaucht die Woche.

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