GiG - Der Besen kann im Schrank bleiben

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00:00:01: Es riecht.

00:00:02: Ich rieche... Also nein, der Bischof hat nicht Spiegel-Eier mit Speck gebraten aber ich riesche so langsam den Spiezommer!

00:00:09: So ein bisschen zumindest vorletzter Augustag, letzter Sonntag im August.

00:00:14: Guten Morgen, Bischoff Christian Stieblein!

00:00:17: Guten Morgen!

00:00:17: Spiegeleier mit spekt zum Frühstück wäre Also, lecker oder?

00:00:23: Zum zweiten Frühstück eine super Idee.

00:00:25: Aber erst zum zweiten Verleichter.

00:00:28: Schön guten Morgen lieber Herr Wittke!

00:00:30: Und wir lassen hier mal nichts anbrennen sondern fangen stattdessen einfach

00:00:33: an.

00:00:34: So machen wir das.

00:00:35: Wir feiern Gottesdienst im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

00:00:41: unsere Hilfe steht im Namen des Herrn der Himmel und Erde gemacht hat Der bunt und teuer hält ewig und er nicht aufgibt die Werke seiner Hände

00:00:51: Auch wenn es jetzt dann kulinarisch so ein bisschen durcheinander geht, Butter bei die Fische.

00:00:57: Was ist das jetzt für eine Zeit herbischof um in die Kirche zu gehen?

00:01:00: Weihnachten ist noch weit weg aus den Supermärkten.

00:01:03: da gibt's schon die ersten Spekulatius und Domino Steine.

00:01:05: erschreckend Ostern ist lange her Und so heißt dass man sich jetzt in eine kühle kirche flüchten müsste ist auch nicht mehr.

00:01:12: was ist es jetzt gerade für eine Kirchen- und Glaubenszeit.

00:01:16: Und ich meine jetzt noch nicht das Motto für diesen heutigen Sonntag, sondern so insgesamt vielleicht auch nach der Urlaubszeit.

00:01:21: wie ist es?

00:01:22: Das ist eine ganz spannende Frage die man ja meist entstellt wenn diese Zwischenzeiten sind wie jetzt oder Übergangszeiten.

00:01:29: spät Sommer sie haben schon gesagt oder Frühjahr abends Schul anfangen ein guter Grund für ganz viele in die Kirche zu gehen.

00:01:36: neue Saison Für mich auch hat das alles nach der Sommerpause immer was von Neujahr.

00:01:42: Wir rechnen ja eigentlich nicht von Januar bis Januar, sondern eigentlich so in unserem Alltagsgeschäft.

00:01:47: Da rechneten wir von Sommerpause bis Sommerpause.

00:01:50: Ganz viel beginnt jetzt!

00:01:51: Nicht nur die Schule und die Fußballbundesliga – auch die Theater.

00:01:55: Und dazu kommen dann... Stichwort Kirchen und Festzeit die Erntefeste.

00:02:00: Der Sommer war zuletzt, wie jedes Jahr davon bestimmt, dass man die Ernte einholen musste.

00:02:05: Und jetzt gilt es zu danken.

00:02:07: also das kommt alles zusammen und wenn ich mir so zuhöre würde Ich sagen Die schönste Zeit im Jahr.

00:02:14: start und dank auch gählich Aber ich will das nicht verschweigen auch eine sehr ernste zeit.

00:02:21: die wahlen stehen an die verteidigung der demokratie steht auf dem zettel Die Gletscherabbruchkatastrophe immer im Malerjahr steht uns vor Augen.

00:02:32: Der Wandel dieser Welt in allem ernst und das alles in Gottes Mitgehen und mit uns wandeln, ich nehme das Stichwort nochmal auf und uns stärken für die Liebe, mit der Gott diese Welt immer wieder durchzieht.

00:02:46: Das ist die Zeit!

00:02:48: Da mag ich grad schon sagen, danke für den Wochenrückblick und Ausblick und Einordnung in dieser Zeit.

00:02:55: Ich finde diese Zeit nach der Urlaubzeit – klar immer sind irgendwelche Leute im Urlaub gerade die keine schulpflichtigen Kinder haben aber es gibt ja schon so eine Haupt- und Nachsaison.

00:03:06: also wenn die Menschen aus der Hauptsaison wieder in den Alltag zurückkehren dann find' ich das auch mal so spannend.

00:03:12: Also man schaut die Menschen die im Urlaub gewesen sind an Und sieht sie natürlich so, wie Sie auch noch vor zwei, drei Wochen gewesen sind.

00:03:19: Vielleicht mit ein bisschen gesünderer Gesichtsfarbe aber immer noch dieselben Menschen.

00:03:23: Was wir aber nicht sehen können, sind die vielen neuen Eindrücke, die jemand im Urlaub gesammelt hat und die ihn vielleicht auch innerlich verändert haben genauso wie niemand sehen kann, wie mich das was ich im Urlaub gesehen und erlebt habe verändert hat.

00:03:37: Fichter

00:03:37: spannend!

00:03:38: Das ist spannend, immer zu werden wie andere.

00:03:41: Manchmal weiß man gar nicht, wie der Urlaub sicher eine ganz besondere Zeit ist,

00:03:46: dass

00:03:46: am anderen Ort sein einfach mal Zeit haben für die nächsten.

00:03:50: Für sich selbst und für die Kinder.

00:03:52: Dass ein oder andere Buch auch lesen, ist ja auch irgendwie wie Weltenreisen oder ihr geliebtes Kino lieber Herr Wittke?

00:04:02: Also fast würde ich sagen, immer ist es auch eine Art Odyssee.

00:04:06: Du weißt nicht ob und wie du ankommst und Leben ist immer in Bewegung.

00:04:11: man muss genau sagen, Leben is immer Bewegung Veränderungen Da muss ich gar nichts so viel sagen.

00:04:17: das ist tief religiös.

00:04:19: was sie jetzt angestoßen haben Tief-Religiöse sind diese Momente Und ich glaube es ist kein Zufall dass gerade im Urlaub und an den Urlaubsorten manchmal plötzlich die Kirchen ganz voll ganz anziehen, ganz gut besucht sind.

00:04:32: Immer auf der Suche dass man einen Moment genau da hineingehen in diese Momente gehen kann oder auch darüber reden.

00:04:40: Ich finde es ganz spannend, weil mir... also ich gehöre schon zu den Menschen die eher sagen, ach ich möchte so das gerade wenn es gut ist.

00:04:46: Es so bleibt wie es ist.

00:04:48: und trotzdem ist mir irgendwie im Hinterkopf klar, es geht um Veränderungen und wir verändern uns immer wieder.

00:04:54: aber man oder ich nehme das immer gar nicht gar nicht so schnell so wahr, wenn ich mich mal bewusst irgendwie darüber nachdenke und da ist vielleicht auch mal die Zeit in der Kirchenbank tatsächlich ganz gut einmal durchzuatmen zurückzukommen und sich dessen bewusst zu sein

00:05:09: Glauben ist nie ein Sein, es ist immer ein Werden.

00:05:13: Ja und dann kommen wir jetzt zur Überschrift und zum Motto für den heutigen Sonntag.

00:05:18: Worum geht's?

00:05:19: Was kriegen wir mit für den Sonntags oder auch mit für die ganze nächste Woche?

00:05:24: Ja das ist der dreizehnte Sonntage nach Trinitatis und bei manchen bei vielen in der Kirche heißt er auch der Diakonie-Sonntag.

00:05:32: also Diakonie ist ja die tätige Hilfe die tätig nächsten Liebe und Hilfe also All das, was wir für unsere Mitmenschen tun.

00:05:42: Seniorinnen und Senioren, Kinder, Kindertagesstätten... Das gehört alles zum großen Bereich der Diakonie gerade auch die vielen kirchlichen Krankenhäuser.

00:05:51: Also der Diaconisontag ist der Sonntag, der davon erzählt wie Gottes Liebe eben wirkt.

00:05:59: Und jetzt sind wir bei ihrem Stichwort Wie Gottes liebe Menschen also genau so verändert verwandelt mit dieser Liebe, die von Gott geschenkt ist und die durch uns Menschen durchgeht.

00:06:11: Und uns zu anderen macht und dann auch für andere da sein

00:06:14: lässt.".

00:06:15: Die Texte dazu sind total spannend.

00:06:18: heute – und das wäre eigentlich, ich sage gleich, wäre für die Predigt vorgesehen gewesen, heute etwa der Abschnitt aus der Apostelgeschichte also neues Testament über die Wahl in den ersten christlichen Gemeinden von den Ersten Diakonen.

00:06:34: Also sieben Diakone, so wird er erzählt werden gewählt und bestimmt.

00:06:38: Weil das ist das Glück der ersten frühen Gemeinden weil so viel zu tun ist Und da dachte ich gleich wie sich die Zeiten doch gleichen soviel zu tun und so viele so wird es dann nämlich auch erzählt Die sich über Seen fühlen die Murren dass nicht genug Da sind die was tun und deswegen die Wahl dieser Diakona.

00:06:57: also Das ist einer der Texte heute von

00:06:59: der Geschichte nie was gehört.

00:07:00: Ich erzähle Sie heute dann auch nicht weiter als das, was ich jetzt gesagt habe.

00:07:04: Denn die Geschichte, die ich lesen werde, da sage ich mal tausend Prozent, dass sie sie kennen.

00:07:10: Sonst esse ich hier Besen mit Stil.

00:07:13: Jetzt wird früher gesagt.

00:07:14: Guckst du Besen?

00:07:15: Die haben wir schon

00:07:16: ein bisschen eingebaut in der Kammer nach.

00:07:19: Nein!

00:07:19: Das ist eine der Wirkungsveränderungsvollsten Geschichten... ...die wir überhaupt in der Bibel haben.

00:07:25: Der war ein herziger Samariter.

00:07:28: also okay es wird noch nicht verraten und ich kenne nur die glorreichen sieben.

00:07:32: Und ich finde es auch irgendwie immer spannend, da gibt es so ein Buch das seit Jahrhunderten aufgeschlagen wird.

00:07:38: Immer wieder!

00:07:38: Sogar tagtäglich ist das möglich und manche tun das... ...und auch wenn sich anders als in der Tageszeitung die Texte nicht verändern steht da immer wieder etwas Neues drin.

00:07:49: Lesen Sie denselben Text an einem anderen Tag ganz anders oder verstehen ihn ganz anders als an einem Anderen Tag und vielleicht noch nicht vielleicht ganz anders aber trotzdem nochmal neu.

00:08:00: Ist schon faszinierend, das schafft nur die Bibel.

00:08:02: Wo steht die Bibelstelle heute dann jetzt?

00:08:05: Genau.

00:08:05: Und das bei einer so Bekannten, wie ich eben schon angekündigt habe ist es genau so immer wieder neu im Lukas Evangelium, im zehnten Kapitel also Neues Testament Lukas evangelium.

00:08:18: Es ist ein Gespräch und dann eine Geschichte, die Jesus erzählt.

00:08:21: Also erstes Gespräch, dann die Geschichte und dann wir würden sagen dann die Moral von der Geschichte.

00:08:27: Zehntes Kapitel

00:08:30: Ja, der war am herzige Samariter.

00:08:33: Bingo würde ich sagen und heute noch mal ganz neu aber Ich habe gedacht die muss man einmal im jahr lesen und das ist der richtige sonntag dafür.

00:08:42: Und siehe da stand ein gesetzes leerer auf versuchte jesus und sprach Meister was muss ich tun dass sich das ewige leben ererbe?

00:08:52: Jesus aber sprach zu ihm was steht im gesetz geschrieben?

00:08:55: Was liest du?

00:08:57: Er antwortete und sprach, Du sollst den Herrn Deinen Gott lieben von ganzem Herzen.

00:09:01: Von ganzer Seele und mit all Deiner Kraft und Deinem ganzen Gemüt und Deinen Nächsten wie Dich selbst.

00:09:08: Jesus aber sprach zu ihm – Du hast recht geantwortet!

00:09:11: Tue das so wirst du leben.

00:09:14: Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und spracht zu Jesus Wer ist denn mein nächster?

00:09:20: Da antworterte Jesus und sprache Es war ein Mensch Der ging von Jerusalem hin nach Jericho und fiel unter die Räuber.

00:09:29: Die zogen ihn aus, schlugen ihn und machten sich davon und ließen den Halbtod liegen.

00:09:35: Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog und als er ihn sah, ging er vorüber.

00:09:42: Desgleichen auch ein Levit, als er zu der Stelle kam und ihn sah ginge vorüber!

00:09:48: Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin Jammerte es ihn, und er ging zu ihm Goss Öl und Wein auf seine Wunden.

00:09:59: Und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier, und brachte ihn in eine Herrberge und pflegte ihn.

00:10:06: Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Württ und sprach Pflege ihn – und wenn du mehr ausgibst will ich dir's bezahlen, wenn nicht wiederkomme!

00:10:17: Wer von diesen drei meinst Du ist der nächste geworden, dem, der unter die Räuber gefallen war?

00:10:23: Er aber sprach, der die Barmherzigkeit an ihm tat.

00:10:27: Da sprach Jesus zu ihm so geh'n und tut es

00:10:30: gleichen.".

00:10:31: Ja was war eine schöne Geschichte?

00:10:33: Also, ich find die wirklich klasse.

00:10:35: Und es ist ja gar nicht an mir da irgendwie noch mal die Stimme laut zu erheben für Religionsunterrichter an unseren Schulen aber... Aber ein guter Punkt!

00:10:45: Es fällt mir gerade deswegen ein weil ich mich tatsächlich daran auch erinnern kann dass mich diese Geschichte schon immer sehr bewegt hat eben im Religions Unterricht wir dazu gezeichnet haben gemalt haben und ich muss sagen ich würde immer noch denken diese Geschichte auch jedes andere Kind bewegen wird.

00:11:05: Gerade so in diesem kindlichen, menschlichen was man dann irgendwie an sich ran lässt.

00:11:12: da weiß jeder sofort ja so ist es und so sollte es sein und ich glaube wir brauchen diese Geschichten auch und die müssen erzählt werden und das geht möglicherweise dann eben verloren.

00:11:23: wo würde sie sonst erzählt werden?

00:11:24: Ich habe sie nur im Religionsunterricht damals mitbekommen.

00:11:28: aber jetzt einmal

00:11:30: sagen weil Es hat ja so einen Kern, diese Geschichte der einen so berührt.

00:11:36: Dass wir jetzt hier ganz viel auslegen können.

00:11:38: aber im Grunde das ist ja klar hier wird etwas urmenschliches erzählt nämlich dass das Antlitz eines leidenden Nächsten ich bring es jetzt doch mal auf solche Worte ... unmittelbar berührt und da ist.

00:11:51: Und gar nichts anderes machen kann als helfen, weil wir sind jetzt... Wir können gleich alle Diskussionen führen!

00:11:57: Es gibt immer einen Grund warum wir also wenn wir dem helfen müssen wir alle helfen und allen können nicht helfen.

00:12:01: Wir können auch die ganze Welt nicht retten und das geht doch alles nicht.

00:12:04: und irgendwer müsste erst mal die Straße nach Jérichow ein bisschen sicherer machen.

00:12:08: und wäre es nicht besser?

00:12:08: Wir würden das ganze Geld nehmen um die Strasse nach Jéricow besser zu machen als jetzt zu glauben dass man mit ein bisschen Einzelhilfe und und und Und dann erzählt diese Geschichte wie und dann wissen wir auch, dass der Samarita ist noch der dem eigentlich fernst stehenden.

00:12:21: Ja das ist ja eine Geschichte wo der Fremde der Fall.

00:12:24: also so da kommt es nach dazu und am Ende bleibt immer nur das Der nächste der leidet is in dem Moment der Nächste und er wird dadurch zum nächsten und Dann gibt es nichts anderes.

00:12:36: deswegen gehe ich da so rein weil sie sagen die Kinder Das versteht jedes Kind und jeder Mensch auf dieser Welt

00:12:42: ja und das finde ich so schön.

00:12:43: nur das finde Ich so schön das hat so eine Klarheit und eben so eine Menschlichkeit.

00:12:48: Und ich habe, vielleicht komme ich auch deswegen darauf... Sie können sicher sein wir haben in der Bischof und ich nicht vorher darüber gesprochen.

00:12:57: Sondern das passiert jetzt in diesem Moment.

00:12:59: Der Bischoff weiß auch nicht dass ich in der vergangenen Woche mit Ahmad Mansur gesprochen habe dem Extremismusforscher und Psychologe.

00:13:09: Und er hat etwas sehr spannendes gesagt Wir brauchen Geschichten.

00:13:15: Wir brauchen positive Geschichten, wir brauchen vor allem diese positiven Geschichten weil es so viele negative Geschichten und Erzählungen in unserer heutigen Zeit gibt und damit auch viele Kräfte, auch antidemokratische Krähte aufwarten.

00:13:34: Und davon werden Menschen angezogen von diesen Geschichten!

00:13:37: Das hier ist eine Geschichte die unbedingt weiter und immer wieder erzählt werden muss, finde ich.

00:13:44: Und deswegen find' ich sie besonders schön und bin dankbar, dass Sie die heute vorbringen und das ihr heute zu diesem Sonntag gehört.

00:13:53: Ich mag noch einmal – und das weiß sich tatsächlich erinnere ich aus den vergangenen Jahren hier bei Gottesdienst im Gespräch.

00:13:58: Das wusste ich aber lange Zeit nicht!

00:14:01: Nämlich der Samarita-Bund.

00:14:04: und heute denke ich mir ja, die Samaritan?

00:14:06: Na klar, na klar, die sind vorbei gekommen sozusagen wie der erste Hilfetrupp ist da vorbeigekommen.

00:14:12: Deswegen haben die jetzt da auch geholfen.

00:14:14: Aber das waren die, von denen man es damals am wenigsten vermutet hätte?

00:14:18: So ist

00:14:18: es.

00:14:19: genau so wird die Geschichte erzählt als erst der Priester und der Levito von beiden würde man erwarten weil sie sozusagen mit Menschen mit religiöser Kompetenz und einem Herzen dafür und die kommen beide vorbei und haben Ja, was Besseres zu tun gucken schnell weg sind froh wenn es keiner gesehen hat dass sie etwas gesehen haben.

00:14:36: also alle diese menschlichen Reaktionen die wir auch kennen und das sind Menschen von denen wir es erwartet hätten.

00:14:42: Und dann kommt der, von dem man es eigentlich am wenigsten erwarten könnte.

00:14:46: Weil er sozusagen damals in einer gewissen... Also ist ja im Ausland unterwegs, sozusagen im jüdischen Land und die Samarita sind an der Stelle was die Religion angeht.

00:14:55: Sozusagen die Opponenten in dem Moment.

00:14:57: Die Gegner

00:14:58: tatsächlich?

00:14:58: Ja!

00:14:58: Die Gegners

00:14:59: tatsächlich, Samaritan.

00:15:00: Also da

00:15:00: muss man viel historisches Land wissen zur Einordnung hören.

00:15:03: Aber jedenfalls

00:15:04: können wir uns merken dabei, dass das der von denen man von außen sagen würde is der fernste.

00:15:09: Und der Fernste weiß in diesem Moment, wer sein Nächster ist und lehrt und zeigt uns was es heißt.

00:15:16: Der nächste... Und dann kommt daraus diese ganze Geschichte der Diakonie.

00:15:20: Deswegen wird die ja auch heute gelesen also dieses Tätighelfen für andere wo ich auch klar wir brauchen gute Geschichten.

00:15:26: Ich bin danke für das was Ahmed Mansour da gesagt hat.

00:15:30: Ich schätze ihn sehr.

00:15:30: Ich glaube auch wir brauchen diese guten Geschichten.

00:15:33: und dann brauchen wir aber auch dieses Erleben was das auch in einem selbst verändert.

00:15:40: Wenn man etwas tut, was anderen guttut.

00:15:44: Das verändert ja auch mich wieder weil sie heute über Veränderungen gesprochen haben.

00:15:48: dadurch werden auch wir andere, weil das ja erfüllend ist für die eine Hilfe und für mich auch ein Weg Leben ganz anders zu entdecken.

00:15:58: ich finde es großartig.

00:16:00: Und dann am Ende also das ist auch keine lebensferne Geschichte oder eine Welt und dann sagt er Hier hast du zwei Silbergroschen und wenn es mehr kostet, kriegst du auch noch mehr.

00:16:10: Also zu glauben Diakonie oder tätige Hilfe ginge ohne Geld.

00:16:14: Ginge ohne Ökonomie.

00:16:16: ohne eine Ökonomie der Hilfe auch.

00:16:19: Das steht hier schon in der ersten Geschichte, wie das funktioniert.

00:16:22: Ich finde manchmal, dass es auch so wichtig ... weil ja gleich wenn's um uns geht und wir helfen können diese ganzen Ausreden, Apologien oder Fragen wieder da sind ist ja auch vieles so, dass wir es nicht auflösen können.

00:16:35: Auf dieser Welt natürlich können wir das oft nicht aber das erzählt die Geschichte eben.

00:16:41: Der eine, der da liegt den du siehst für den bist

00:16:45: du da.

00:16:46: Ich weiß noch sehr genau, was für ein großes Thema das gewesen ist.

00:16:50: Die Einschulung der Kinder!

00:16:52: Ein wirklich großer neuer Lebensabschnitt also nicht nur für die Kinder sondern auch für die Eltern und die ganzen neuen festgelegten Tagesabläufe.

00:16:59: das ganze System Schule zu verstehen so viele neue Leute auf einen Schlag kennenzulernen die anderen Eltern die Lehrkräfte die anderen Kinder sich da einzuordnen und zurechtzufinden Das ist wirklich schon ein großes Abenteuer dass einen dann ein paar Jahre auch intensiv beschäftigen wird.

00:17:15: An die Neueinsteiger und Einsteigerinnen, an die Schülerinnen und Schüler, an den Eltern aber auch an die Lehrerinnen und Lehrer für die das immer wieder viele neue Menschen sind auf diese sich einstellen müssen – an die mag ich heute besonders denken

00:17:30: in der Fürbitte.

00:17:32: Gott!

00:17:32: Für die Kleinen und die Größeren an den Schulen bitten wir.

00:17:35: für die Kinder, die in diesen Tagen starten.

00:17:38: Für Eltern, Paten, Großeltern, Geschwister... ...für sie alle, dass sie froh werden im Lernen,... ...dass sie Erfüllungen entdecken weil sie klüger werden,... ...das sie spüren wie gut Bildung tut ihnen und der ganzen Welt.

00:17:50: Für alle in und um die Schule bitten wir, dass Sie merken,... ...wie sie andere werden in all dem und wie das wichtig ist.

00:17:57: Und dass sie Freunde dabei haben und merken wie Gott Freund des Lebens is den Alm was sich ändert.

00:18:06: Gott, wir denken an diesen Tagen und den Schrecken im Himmalerjahr!

00:18:10: An die vielen Toten und Vermissten, an die Menschen, die trauern, sie suchen nach Leben, nach dem Nächsten.

00:18:15: sei du Gott mitten unter ihnen und gib ihnen die Kraft mit diesen Bildern und all dem Verlust zu leben.

00:18:22: Trage und halte mit aus.

00:18:25: das bitten

00:18:25: wir.".

00:18:26: Und für alles, was wieder beginnt Gott bitten wir Dich jetzt Wenn der September kommt Für die vielen Gerade in der Landwirtschaft Die den Sommer übergearbeitet und geerntet haben.

00:18:37: Und die Hitze und die Dürre Mit der sie zu kämpfen hatten.

00:18:41: Wir danken Dir für Alles Gott Was die Schöpfung an Gaben und Nahrung hat!

00:18:46: Für alle Und alles was wird und nun beginnt Bitten wir Und danken dir für Leben werden Wandeln und Neuwerden.

00:18:55: Amen Dankbarkeit ist ja irgendwie ein Dauerthema, aber ich finde schon gerade nach den Ereignissen in Nepal kann man noch einmal mehr festhalten wie schön es ist und wie es eben nicht selbstverständlich ist.

00:19:12: Es wirkt immer nur so selbstverständlig wenn die liebsten Menschen wie selbstverständig aus dem Urlaub zurückkehren und einfach wieder da sind.

00:19:21: Einfach

00:19:21: so als wäre nichts gewesen!

00:19:24: Ein Segen

00:19:26: Gott segne dich und behüte dich.

00:19:28: Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.

00:19:32: Gott erhebe sein Angesticht auf dich und schenke dir Frieden.

00:19:38: Amen.".

00:19:40: Was haben Sie denn so im Urlaub eigentlich erlebt, Herr Bischoff?

00:19:43: Was ich Ihnen nicht ansehe, was sie aber doch geprägt hat

00:19:48: vielleicht... Das ist eine große Frage!

00:19:50: Und ich versuche es so wie ich vorhin schon angedeutet habe mit einem Buch das ich sehr empfehlen kann und dass wir eine eigene Reise sind.

00:19:58: Es heißt Entzug von Christoph Peters.

00:20:01: Entzug und ich habe noch selten so nahe, dass es mich vom ersten Satz anpackt von einem Menschen gelesen der erst Alkoholiker ist und dann daraus geht ein Gänsehautbuch und zugleich ein wichtiges glaube ich für uns in dieser Gesellschaft mit unseren tausend Süchten die wir haben.

00:20:21: eigentlich hatte ich ehrlich gesagt keine Lust das zu lesen weil es sogar nicht mein Thema ist sofort gepackt.

00:20:30: Entzug von Christoph Peters, eine Reise mit jemandem der aus dem Alkohol rausgeht.

00:20:38: Tolle Empfehlung!

00:20:39: Danke dafür.

00:20:41: Kommen Sie gut durch die nächste Woche?

00:20:44: Ja ich wünsche Ihnen eine gesegnete, spätsommerlich schöne Woche.

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