GiG - Bitte mehr Langeweile

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00:00:00: Hallo und schönen guten

00:00:01: Morgen.

00:00:02: Schön, dass Sie dabei sind.

00:00:03: Schönen Sonntag!

00:00:04: Und ich freue mich auch, dass sie auch wieder vorbeigekommen sind, lieber Bischof Christian Stieblein.

00:00:08: Ja?

00:00:10: Das klingt so ein bisschen als hätten Sie nicht damit gerechnet...

00:00:13: Doch doch schon alles gut.

00:00:14: aber ja wie ich das meine, das sage ich Ihnen gleich.

00:00:16: Aber erstmal

00:00:18: starten

00:00:19: wir.

00:00:19: Wir feiern Gottesdienst im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

00:00:25: unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

00:00:30: Der Bund und Treue hält ewig und er nicht aufgibt das Werk seiner

00:00:35: Hände.".

00:00:36: Ja schön dass Sie auch wieder vorbeigekommen sind Herr Bischoff weil ich habe so ich hab das Gefühl heute ist wie ein Sonntag dazwischen.

00:00:43: also Ernte Dankfeste sind vorbei Reformationstage noch ein bisschen hin Weihnachten sowieso aber auch Bus und Betag und Toten Sonntags dauert noch eine ganze Weile.

00:00:52: Ja, lass dich überraschen.

00:00:54: Also was macht man in der Kirche heute?

00:00:56: Genug Anlässe zu beten, okay hätte ich schon aber... Aber sonst so!

00:01:00: Ich bin gespannt, was der Sonntag heute so bringt.

00:01:03: Danke Ein, wie soll ich sagen, alltäglicher Sonntag.

00:01:06: Ich würde sagen wir haben zu wenig davon.

00:01:09: Wir suchen in allem immer das Besondere... Das ist unser Wesen!

00:01:13: Es ist auch unsere Kultur.

00:01:15: es muss immer was Besonderes dazu sein und wenn nichts besonderes ist dann ist es nichts.

00:01:20: Wir müssen ständig Geschichte machen Making History neue Rekorde große Ereignisse.

00:01:26: Warum können wir nicht einfach mal die Zeit genießen, dass einfach Zeit ist womöglich sogar lang.

00:01:33: Eine lange Weile!

00:01:34: Ich bin bereit lieber Herr Wittke Ihnen heute das Lob der Langeweile zu singen.

00:01:40: Aber ich hätte Sorgen, dass die Menschen dann abschalten.

00:01:43: Obwohl es doch etwas Großartiges ist, dass unser Leben so lang ist.

00:01:47: und eine gute Weile und gut Ding... Wir wissen es alle, gut Ding will

00:01:52: Weile haben.

00:01:53: Das

00:01:53: Leben jedenfalls, der Glaube auch und das Gespräch mit Gott auch.

00:01:57: ein ganz alltäglicher Sonntag.

00:01:59: ich sage Halleluja!

00:02:01: Oh schöner Gedanke.

00:02:03: man sagt ja auch für Kinder ist es gut wenn sie lange weile

00:02:07: haben.

00:02:07: Genau

00:02:08: Okay Ja dass ja wie reizend das zum Zuhören ist Das kriegen wir jetzt nicht direkt mit das müssen Sie entscheiden.

00:02:18: Ich hoffe sie entscheiden sich richtig Was ja gerade so die religiöse Welt durchaus aufwühlt, dass es das Papst Leo an Lungenkrebs erkrankt ist.

00:02:29: Nun muss ich sagen, ich bin nicht katholisch also hat der Papst in seiner Funktion jetzt keine große Bedeutung für mich aber Ich finde es schlicht auf der menschlichen Ebene tatsächlich sehr sehr traurig für ihn allerdings auch dann wiederum nicht trauriger als für jede andere Person, die ich das auch finden würde.

00:02:45: Alles erdenklich Gute aber auf jeden Fall für ihn und auch für die anderen Menschen, die in den vergangenen Tagen solch eine schlimme Nachricht mitgeteilt bekommen

00:02:54: haben.".

00:02:55: Da bin ich ganz bei Ihnen lieber Herr Wittke-Pabs.

00:02:57: Leo alles erdenklich gute und Gottes guten Geist und Kraft in allem was ist, was ansteht und allen Menschen die krank sind.

00:03:05: Krankheit ist etwas sehr eigentümliches.

00:03:08: Sie gehört zu unserem Leben, wieder sterben und beides ist tief traurig.

00:03:13: Wir lieben das Leben und das ist nur gut so.

00:03:16: Zugleich sorgt oft Krankheit dafür dass wir uns gerade dann sehr lebendig fühlen, unsere Lebendigkeit spüren.

00:03:26: Was Leben heißt?

00:03:27: genauso wie der Tod uns zu den bewussten Lebewesen macht die wir sind.

00:03:32: vermutlich sind wir ja die einzigen Geschöpfe auf der Welt die um ihre Endlichkeit selbst auch wissen und auch das sei gesagt dass sterben ist etwas das ganz und gar zum Alltag unseres Daseins gehört und doch zugleich etwas sehr besonderes.

00:03:49: es jeder Mensch ist am Ende in dieses eigene Sterben geschickt.

00:03:54: In die Ewigkeit.

00:03:55: nichts kann uns da vertreten!

00:03:57: Der Trost des Evangeliums, der Trost der Bibel ist genau hierfür und für das was da kommt.

00:04:04: wir glauben ein Anfang denn Gott ist Herr über die Zeit, über Anfang und Ende und Ende-und-Anfang jeden Tag.

00:04:13: Und ich hoffe Sie können auch spüren dass sie jetzt in dieser Zeit eben nicht alleine sind hoffentlich Menschen um sich herum haben, die sich um sie kümmern aber sonst eben auch noch den höchsten.

00:04:28: Ein Sonntag dazwischen heute, ein Übergangssonntag.

00:04:32: Keine Festtagsvorgaben kann eben auch ein bisschen Freiheit im Denken bedeuten.

00:04:38: Ich bin trotzdem sehr gespannt und freue mich auf die Überschrift des Motto für den heutigen Sonntagen!

00:04:43: Das ist der zwanzigste Sonntage nach Trinitates heute – von der guten Ordnung oder von den guten Ordnungen also von den Schöpfungsordnungen und wie sie so in der Zeit zu stehen kommen vom Ende der Zeit auf der Arche wird erzählt und dem guten Anfang danach, den Regenbogen in den Wolken nach der großen Sinnflut.

00:05:06: Und dann das Versprechen Gottes dass der Wechsel der Zeiten nicht enden wird.

00:05:10: also es werden nicht aufhören.

00:05:12: Frost- und Hitze Sommer und Winter Der Kreislauf der Welt als gute Ordnung von Liebe und Tod Als Den Kräften des Lebens ist heute die Rede und dazu gehört ein Evangelium Ein Text, der eine wunderbar kluge Spitzefrage in diese Ordnungen hineinstellt.

00:05:30: Das hören wir gleich.

00:05:32: das führt mitten in die Diskussion um die Ordnung und wer oder was sie dann auch wieder begrenzt.

00:05:38: also ich sage jetzt mal ein bisschen Spitz kein Sonntag für Spießer aber schauen wir mal.

00:05:44: Na das klingt spannend!

00:05:45: Ich glaube, diese Bibelstelle brauche ich zu Hause auch im Arbeitszimmer.

00:05:48: Ordnung!

00:05:49: Ja das ist da... Das Stichwort?

00:05:52: Dann werde ich gleich genau hinhören.

00:05:56: Mit der Bibel wird es auf jeden Fall in Sachen Textsuche auch nie langweilig.

00:06:00: Da steht immer genug drin.

00:06:02: Da findet sich immer was.

00:06:03: Ich bin aber gespannt, was da genau auf den heutigen Sonntag dann passt beziehungsweise passen soll.

00:06:09: Wir hören eine Geschichte aus dem Markus Evangelium also neues Testament.

00:06:13: Jesu wirk als Wanderprädiger mitten daraus, fast würde ich sagen Alltag aus dem Leben Jesu.

00:06:20: Aber ganz spannend!

00:06:21: Er ist mit seinen Freunden, seinen Jüngern unterwegs und da wird folgendes erzählt Markus Evangelium II Kapitel Ich Lese Und es begab sich dass Jesus am Sabbat durch die Kornfelder ging und seine Jünger fingen an während sie gingen Ehren auszuraufen Und die Pharisäer sprachen zu ihm, Sie doch!

00:06:40: Warum tun Deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?

00:06:44: Und Er sprach zu ihnen, habt ihr nie gelesen, Was Davita da ermangel hatte und den hungerte ihn und die bei ihm waren.

00:06:51: Wie ergingen das Haus Gottes zur Zeit des hohen Priesters ab Yattar, Und erst die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, Und gab sie auch denen, die beim waren.

00:07:04: Der Sabbat ist um das Menschenwählen gemacht und nicht der Mensch, um des Sabbats wählen.

00:07:09: So ist der Mensch so ein Herr auch über den

00:07:12: Sabbat.".

00:07:13: Das ist doch die Bibelstelle, Herr Bischoff?

00:07:15: Die Lieblingsbibelsteller von all denen, die für Sonntagsöffnungszeiten sind

00:07:19: oder?!

00:07:19: Glaub ich, oder?

00:07:24: Sabbat ist für

00:07:25: den Menschen da und nicht der Mensch für den Sabbat.

00:07:27: Also die Jünger sind dabei, die Ehren abzureißen also sich essen zu besorgen.

00:07:33: und die Farisäer, die großen Gelehrten, die sagen, hey das geht doch nicht am Sabbat am Sonntag!

00:07:38: Da darf doch nicht gearbeitet werden und da darf auch nichts... Das sind

00:07:44: super Fragen, die sie stellen.

00:07:46: Also ich will jetzt erst mal einmal gut, dass Sie es auch noch mal so in unsere Sprache übersetzen.

00:07:51: also um ein paar Missverständnisse auszuräumen.

00:07:53: Also natürlich darf man am Sabbat alle die Dinge tun, die lebensrettend sind.

00:07:57: ja das geht immer vor.

00:07:59: deswegen auch dieser eine Antwort mit dem Es hungerte sie also Lebensnotwendiges ist natürlich erlaubt und da gibt's dann immer so ein bisschen Auslegungsfragen wie legt man jetzt das Gebot der Sonntags oder der Sabbatrohr richtig aus?

00:08:13: sagen, ein klassisch innerjüdischer Diskurs an dieser Stelle.

00:08:16: Was ist am Sabbat erlaubt und was nicht?

00:08:18: Nur weil das manchmal so heißt darf man da irgendwie gar nichts machen.

00:08:21: Gar nix machen.

00:08:22: Achso.

00:08:23: Jetzt kommt also genau Ihre Frage wie es mit der Arbeit ist.

00:08:26: Also wenn wir jetzt mal auf das Arbeiten gucken dann müssen wir natürlich als erstes gucken der Sabbat is oder der Sonntag, also der Ruhetag.

00:08:33: Wenn wir in die Schöpfungsgeschichte gucken sozusagen das Ziel der Schöpfung.

00:08:37: Am Ende ruhte Gott am siebten Tage läuft die Schöpfung zu, das ist nicht einfach nur damit der Mensch sich regeneriert und dann auch wieder kräftig arbeiten kann.

00:08:49: Sondern der Genuss der Schöpfung, Besondere was Gott an dieser Schöpfung so gemacht hat, dass wir sie tatsächlich auch genießen können.

00:09:01: Insofern glaube ich schon das ist sehr wichtig und richtig es über die Sonntagsruhe nachzudenken weil zu sagen naja besser ist ja eigentlich für uns da na dann machen wir mal lieber nicht Geld verdienen ist ja noch ein bisschen schöner wird dann kritisch wenn wir die sonntags ruhe im Grunde damit aufheben weil dann ist das für den einzelnen nicht mehr da dann ist das auch für die Gesellschaft nicht mehr da, die doch eigentlich auch davon lebt wenn sie zusammenhalten will dass ihr auch gemeinsame Rhythmen hat und Tage wo sie gemeinsam auch mal Pause machen kann.

00:09:34: Mach ja nicht so gerne nur für mich immer Pause sondern eigentlich gerne mit anderen.

00:09:38: So jetzt kommt der entscheidende Punkt nach dem Sie fragen Wenn das alles aber so wird Das es im Grunde mein Leben eher hindert als erfreut Dann gilt Das, was Jesus sagt in aller Vollmacht.

00:09:53: ... der Ruhetag übersetzt sich jetzt mal, es um das Menschen willen gemacht und nicht dem Mensch um das Ruhettagswählen.

00:09:59: Also wenn die Regeln so werden dass sie mich im Grunde zerstören, wenn daran nichts mehr fröhlich ist... Wenn sich das abkoppelt, wenn sich das verselbstständigt Und jetzt nehme ich das mal einen spannen Breiter, wenn die Ordnungen... So selbständig nur noch als Ordnung sind, wenn der Mensch eigentlich nur noch zum Schutz der Ordnung da ist und die Ordnung nicht mehr den Menschen schützen in seinem Leben Dann ist etwas umgekippt.

00:10:23: Also Tankstellenöffnung ist okay und die Fahrrisier.

00:10:31: Warum

00:10:31: wussten sie das denn nicht?

00:10:34: Die vertreten dann, wenn ich es jetzt in die Neuzeit nehmen würde, vertrete diese ein bisschen die Bürokratie Weil daran fühle ich mich jetzt so erinnert.

00:10:43: Ist die Bürokratie für den Menschen da oder der Mensch für die Bürokratie?

00:10:47: Das ist schön, man kann den Satz ja in vieler Hinsicht sagen und ich finde das ist ein sehr guter Satz um immer wieder daran zu erinnern was es denn heißt wenn der Mensch im Mittelpunkt steht und was es heisst wenn Dinge sich verselbstständigen.

00:11:00: Die Pharisäer kommen deswegen so oft vor weil sie jüdischen Geschwister zu Jesus sind.

00:11:09: Viele sagen auch, Man ist sich dann bewiesen, das nicht so ganz genau natürlich.

00:11:13: Aber es gibt auch viele Stimmen die sagen Jesus hat selber zu den Pharisäern gehört und wir hören sozusagen hier einen inneren Auslegungsauseinandersetzung.

00:11:23: wie kann man die Sabbatgebote eigentlich auslegen?

00:11:27: Und darüber wird jetzt diskutiert und die Pharisär wissen das alles ganz genauso wie Jesus auch.

00:11:33: Die Frage isst der Punkt schon erreicht wo im Grunde etwas getan wird was denn den es auch braucht für so einen Ruhetag und dass der Mensch es tatsächlich auch genießen kann, überschritten wird?

00:11:46: oder sind wir an einer Stelle wo man das Gefühl hat ne wenn man jetzt sozusagen das so Starr auslegt dann ist es nicht mehr lebensdienlich.

00:11:56: Und das machen wir ja auch ständig weil sie das jetzt sagen mit Tankstellen und was weiß ich?

00:12:00: Und Sport ja auch am Sonntag und Sport schon zur Gottesdienstzeit oder nicht!

00:12:04: Ich kenne diese Diskussion.

00:12:05: alle von denen ich dann doch immer sagen würde, die Spätig sind schon auch wirklich für das Leben in dieser Stadt da und ganz wichtig weil sie auch Orte sind.

00:12:14: Wo Menschen gerade die auch allein sind mal einen Moment haben wo sie wenn Sie abends nochmal losgehen und was holen für sich dass sie auch mit einem Menschen was sprechen können sofern sind die Geschäfte ja noch für etwas anderes aber es ist eben nicht dafür da um die Profitmaximierung zu machen.

00:12:32: Einmal was für den Einzelhandel an dieser Stelle auch sagen Die leiden ja, verstehe ich gut auch darunter.

00:12:40: Dass die Leute aber den ganzen Sonntag im Internet an kaufen können.

00:12:43: Also ich würde sagen das Internet ist auch für den Menschen da und nicht der Mensch für das Internet.

00:12:48: Und an dieser Stelle mal einen Moment Pause zu machen davon zum Beispiel ein Ruhetag, einen Erholungstag vom Surfen und Kaufen und Kaufgefühlen im Internet.

00:12:58: Das tut wahnsinnig gut!

00:13:00: Das darf man über diese Geschichte ja nicht vergessen.

00:13:02: wie gut ein Rohetag tun kann.

00:13:05: Aber Ich finde den Satz von Jesus so toll, ich sehe immer wieder diese Truppe da durch die Felder ziehen.

00:13:12: Irgendwie sind ja alles ganz junge Leute gewesen.

00:13:15: Jesus seine Freunde, also im Grunde eine Art Jugendbewegung, die sagt aber wir lassen uns das hier nicht alles vorschreiben was dem Leben dient.

00:13:24: Wir gucken schon miteinander was wirklich dem Leben dient.

00:13:28: Diese Frage nicht zu vergessen hilft uns allen.

00:13:32: So ein kleines bisschen für bitte und wir kommen jetzt zur Für Bitte.

00:13:35: so ein kleins bisschen für Bitte hat es ja von mir heute sogar schon gegeben an die Menschen, die vor kurzem eine schlechte medizinische Nachricht mitgeteilt bekommen haben.

00:13:44: Also das ist auch wirklich also wenn ich das hier einfach mal raus haue sowas sind Neuigkeiten die stellen zum Teil das komplette Leben auf den Kopf.

00:13:55: Das ist also jetzt mal so schnell dahin gesagt von mir, aber nein ich sage es nicht beiläufig und meine erst recht nicht beileufig sondern wirklich ganz tief, ganz ernsthaft in meinen Gedanken sind jetzt bei diesen Menschen und auch bei deren Angehörigen denn deren Leben ist dann meistens auch sehr einschneidend betroffen.

00:14:17: Gott wir bitten dich dass du da bist wo das Leben entsorge und Gefahr.

00:14:21: Die Krankheiten, die wir haben verstehen wir oft nicht.

00:14:24: Das Sterben ist schwer auszuhalten und doch wissen wir es gehört zu unserem Leben wie das krank sein.

00:14:32: lasst uns gerade dann unsere Lebendigkeit spüren dass du da bist dass du mitträgst und dass du zu dir trägst.

00:14:40: Gott für alle die in der Krankheit ihrer lieben oft ohnmächtig daneben stehen bitten wir schenke kraft aushalten tränen und schenk auch viel Lachen- und Lebensfreude und Dankbarkeit in allem miteinander.

00:14:56: Wir danken dir für unser Leben, Gott!

00:14:58: Für das Geschenk des Atems, für die Farben des Herbstes wilde Farben am Himmel an den Bäumen – wir wollen sie ins Herz nehmen für die Zeit, in der wenig Farbe sein wird im Januar, im

00:15:11: Februar.".

00:15:12: Das Leben hast Du bunt gemacht, Gott.

00:15:14: Die Liebe hast Du groß und vielfältig gemacht!

00:15:17: Und das Vertrauen, dass diese Welt gut ist – und die Hoffnung, dass sie es stets wird.

00:15:24: All das ist von Dir und geht zu Dir, das Böse, das Gute alles aufgehoben in Dir, Gott Danke.

00:15:32: Amen Es ist schon so, es ist nicht alles gut.

00:15:39: Es reicht nicht immer alles gut und manchmal hilft auch nicht das Gut gemeinte.

00:15:43: aber schau doch mal auf die positiven Dinge Und das finde ich so schön am Segen.

00:15:48: da wird nicht gesagt Aber mach noch mal dieses oder jenes sondern da wird einfach nur etwas gesagt was schlicht gut tut gut tun kann.

00:15:58: Gut isst

00:16:00: Gott.

00:16:00: segne dich deine Zeit dein Leben.

00:16:03: Gott segne Dich und behüte Dich.

00:16:06: Gott lasse leuchten sein Angesicht über Dir, Und sei Dir gnädig!

00:16:10: Gott erhebe Sein Angescht auf Dich, Und schenke Dir Frieden.

00:16:16: Amen

00:16:19: Ich möchte jetzt etwas erzählen, ich hatte gestern tolle Studio-Gäste.

00:16:23: Die Topbesetzung aus der Fernsehserie Wears Wonder Wo ist Wanda?

00:16:28: Läuft auf Apple TV, zweite Staffel.

00:16:30: ab Mittwoch startet sie und da spielen mit Heike Makatsch, Axel Stein, Nikita Thompson und neulich im Geschäft Leo Simon.

00:16:38: Und die waren alle bei mir im Studio zum Interview.

00:16:41: und der Leo, der junge Mann Der ist gehörlos, spricht aber auch in Lautsprache.

00:16:46: Aber gestern ist eine Gebärdensprachdäume dabei gewesen, die ihm meine Fragen übersetzt hat.

00:16:51: So und ich habe da wieder gemerkt wie klasse ich diese Gebärdensprache finde.

00:16:56: Da gibt es zum Beispiel die Gebärde für Guten Morgen also Daumen- und Zeigefinger zusammen für einen Kreis oder ein Oh als Gut.

00:17:05: Guten Morgen.

00:17:05: Und der Morgen ist also die angewinkelten Unterarme Die Hände so stehen zueinander vor der Brust und dann gehen die Hände vor dem Körper nach oben, so wie eine Schranke.

00:17:20: Der Morgen ... die Sonne geht auf!

00:17:23: Da öffnet sich was.

00:17:25: Also der Bischof sieht das ja.

00:17:27: Ja?

00:17:27: Sie sehen den Bischoff.

00:17:29: Ich finde diese Bewegung so schön und dass das Symbol, das hat mich ein bisschen an ihren Segen erinnert.

00:17:35: also wenn die Arme jetzt noch weiter hochgehen würden dann hätte man so diese Segenshaltung.

00:17:41: Also fand ich irgendwie schön musste an den Segen denken und find es schön eben auch mit der Gebärdensprache und in der Gebärensprache, mit dem ganzen

00:17:49: Körper zu sprechen.

00:17:51: Das ist toll!

00:17:51: Danke, dass Sie das erzählen.

00:17:53: Es ist so eine schöne Sprache die Gebärdensprache.

00:17:55: ich bin einmal es jetzt schon wieder ein zwei Jahre her im Theater gewesen bei einem gebärdensprechlichen Kabarettisten der dann auch übersetzt wurde für, sag ich mal, für mich als den Nicht-Gebärdensprachler.

00:18:09: Das Theater, das Kamerad war aber voll mit Menschen bei den Zuschauerinnen und Zuschauern die alle das anders auch verstehen konnten.

00:18:16: Also selber Gebärdensspracher, Glowherlos waren, es war grandios!

00:18:21: Das ist ein richtiger Tanz finde ich, dass immer jemand

00:18:24: sieht.

00:18:24: Genau, es ist eben mit dem ganzen Körper... Wir haben ja in der ECBO auch eine Gebärdensprachgemeinde und immer wieder größere Gottesdienste Gebärdensprache, wir haben auch einen Pfarrer der dafür extra zuständig ist.

00:18:37: Der eben dann natürlich das auch in Gebärdensprachem macht.

00:18:42: Da fällt mir als nächstes spontan ein.

00:18:43: Wir haben nächsten großen Gottesdienst am Reformations-Tag, am einigreißigsten Oktober in der Matthäuskirche in Steglitz, als gebärdenssprachlichen Gottesdiensteben zum Reformationstag müsste ich jetzt einmal genauer nachschauen.

00:18:58: Der war nicht glaube ich Nachmittagsstadt?

00:18:59: Ja ok.

00:19:00: Das

00:19:02: steht

00:19:02: bestimmt aber auf der Homepage, www.ikbo.de.

00:19:07: Wenn Sie da Interesse haben.

00:19:10: Ja kommen sie gut durch die nächste Woche!

00:19:12: Das wünsche ich Ihnen auch.

00:19:14: eine Woche voller Freiheit und schöner Farben.

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